| Das einst verschlafene Fischernest Port d'Alcudia ist heute ein moderner Touristenort und besitzt gleich drei Häfen, und zwar den Fähr- und Frachthafen, in dem die Fähren von Menorca, die Austlugsboote nach Formentor sowie große Containerschiffe anlegen, einen Jachthafen mit weißen Segelbooten und schicken Motorjachten und einen Fischerhafen mit seinen vielen Llaüts. An die von Palmen gesäumte Strandpromenade schließen sich Restaurants, Kneipen und Läden an, in denen von Sonnenöl über aufblasbare Gummienten bis hin zu billigen T- Shirts alles vermarktet wird, was Badeurlauber brauchen könnten. Vom Hafen geht es auf der C-712 südwärts, entlang der weit geschwungen Bucht von Alcudia. Über mehr als 10 km reihen sich hier die Hotels, Appartementanlagen, Ferienhäuser, Läden und Restaurants aneinander. Im ersten Drittel ist die stark befahrene Straße gleich beidseitig dicht von Touristenherbergen gesäumt. Der Grund dafür, dass sich hier so viele Urlauber wohl fühlen, liegt hinter der Hotelreihe: es ist der lange, gepflegte, feinsandige Strand, der sich bis Can Picafort hinzieht. Wenn man etwas läuft, findet man auch in der Hochsaison noch ein Plätzchen, an dem einem nicht das Radio des Nachbarn in die Ohren plärrt. Das Meer ist hier an der mehrere Kilometer langen Platja d'Alcudia auch für kleine Kinder ungefährlich, und für die gute Qualität des Wasser bürgt das begehrte blaue Umweltzeichen. An den Strand von Alcüdia schließen sich nahtlos die Strandhotels von Las Gaviotas an. Danach überquert die nach Can Picafort führende Durchgangsstraße den Kanal Siurana, an dem der Weg zum Naturschutzgebiet S'Albufera abzweigt, und erreicht die Platja de Muro. Hier reichen die Kiefernwälder — stellenweise noch — bis an den Strand. Allerdings ist auch hier der Andrang der Strandbesucher in den Sommermonaten groß. |