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  Die mächtigen grauen Felsen des Puig L'Ofre (1091 m) und des Puig Major (1443 m) fangen die Regen bringen- den Wolken ab, sorgen somit für reichlich Wasser und machen den Talkessel von Soller zum bedeutendsten Obstanbaugebiet der Insel. Orangen, Zitronen, Mandeln, Datteln, Aprikosen und Feigen gedeihen hervorragend. Schon die Mauren erkannten die fruchtbare Lage des Tals und gaben ihm den Namen Suliar, was so viel wie „Tal des Goldes" bedeutete. Das begehrte Edelmetall wurde hier zwar nicht gefunden, aber mit den landwirtschaftlichen Er- trägen kam dennoch Gold in die Taschen der Bewohner. Von Palma aus verkehrt eine liebe- voll gepflegte Eisenbahn — der „Rote Blitz" — auf einer spektakulären Strecke, die 1912 unter der begeisterten Anteilnahme der Bevölkerung in Betrieb genommen wurde. Die Schienen ver- laufen über mehrere Brücken und durch 13 Tunnel. Die Bahn war nötig geworden, nachdem Wissenschaftler die Bedeutung des Vitamin C erkannt hatten und es nun galt, die Zitrusfrüchte aus Vorherige Seiten: Beim Moros i Cristians- Fest in Söller Links: Der zweitgrößte Canyon des Mittelmeerraums — der Torrent de Pareis. dem Tal von Soller für den Export schnell nach Palma zu transportieren. Da es Anfang des 20. J h. noch keine Straßen nach Söller gab, lief der gesamte Transport über steile Karrenwege, die diesen Teil der Tramuntana, die Serra d' Alfabia, überquerten. Erst in den 1960er Jahren konnte die Straße zwischen Palma und Söller fertig gestellt werden, die über den 496 m hohen Coll de Söller führt. Ende der 1990er Jahre wurde schließlich ein 3 km langer Tunnel eröffnet, der die Passüberquerung unnötig macht. Die Zitrusfrüchte wurden seit dem Bau der Straße per Lkw in die Metropole gebracht, und die Zukunft der Bahn sah nicht rosig aus. Doch dann entdeck- ten die Touristen den nostalgischen Zug und heute fahren weit über eine Million Besucher pro Jahr mit der daherzockelnden Bahn von Palma nach Söller. Die Waggons wurden 1912 in England hergestellt und sind von edler handwerklicher Verarbeitung: Ledersitze, lederne Gepäcknetze, messingverkleidete Beschläge und eine Mahagonitäfelung. Sechsmal am Tag verkehrt der „Rote Blitz" zwischen der Inselmetropole und Söller. Und wenn man in das Bergstädtchen eingefahren ist, gibt es gleich das nächste Schienenwunder zu bestaunen: Zwischen Söller und Port de Söller verkehrt eine pittoreske historische Schmalspurstraßenbahn.  
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